Richtlinie VDI 6022 für Prozessluftanlagen verschärft

Seit mehreren Jahren ist es durchaus gängige Praxis, dass die Anforderungen an Luftfilter aus der VDI 6022 auf Anwendungen in der Oberflächentechnik übertragen werden. Mit der aktuellen Weiterentwicklung der VDI Richtlinie 6022 und der damit verbundenen, fortschreitenden Konzentration auf Hygiene weicht die Übertragbarkeit auf Prozesslufttechnische Anlagen jedoch zusehends auf.

Die Weiterentwicklung der VDI 6022 sorgt dafür
Die Anwendbarkeit der VDI 6022 ist für die Luftfiltration zu relativieren. Foto: Freudenberg Filtration -

Laut Karsten Schulz, Manager Product Segment Engineering/Filter Engineering bei Freudenberg Filtration Technologies, sei die Übertragbarkeit stark zu relativieren, „weil die Hygienerelevanz, welche den Schwerpunkt der VDI 6022 bildet, in der Oberflächentechnik so gut wie keine Rolle spielt.“ In Anwendungen mit Raumlufttechnischen-Anlagen (RLT) steht der Mensch im Vordergrund. Hierfür beschreibt die VDI 6022 im Wesentlichen den Stand der Technik. In diversen Anwendungen mit Prozesslufttechnischen-Anlagen (PLT) ist es sinnvoll und teilweise auch notwendig, die Grundregeln der Hygiene zu beachten sowie Planung, Bau, Betrieb und Instandhaltung in Anlehnung an die Vorschläge der VDI 6022 zu berücksichtigen (z.B. Reinraumanlagen). In anderen Anwendungen mit PLT-Anlagen steht jedoch nicht der Mensch im Vordergrund, beispielsweise bei roboterbetriebenen Lackieranlagen. Ein ausführlicher Artikel in Ausgabe 5/2020 BESSER LACKIEREN informiert Sie über die verschiedenen Anforderungen an RLT bzw. PLT-Anlagen.

Zum Netzwerken:
Freudenberg Filtration Technologies, Weinheim, Karsten Schulz, Tel. +49 6201 806224, karsten.schulz@freudenberg-filter.com, www.freudenberg-filter.de

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