Technologien Holzlackierung

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KTL-Fehler erkennen, bevor die Serie stoppt
Eine auffällige Oberfläche wird schnell teuer: Sperrbestand, Nacharbeit, neue Termine. Ursachen liegen oft in Bauteilgeometrie, Vorbehandlung oder Prozessführung. Unser Praxisbeitrag zeigt typische KTL-Schwachstellen und worauf Konstruktion, Qualität und Einkauf früh achten sollten, damit aus kleinen Auffälligkeiten kein Serienproblem wird.
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Oberflächen realitätsnäher prüfen

Naturprodukte wie Rotwein oder Kaffee sollen reale Belastungen abbilden. Ihre schwankende Zusammensetzung kann jedoch Prüfergebnisse verfälschen. Das Projekt „ChemResist“ setzt deshalb auf standardisierte Prüfsubstanzen.

Dr. Florian Kettner (Institut für Holztechnologie Dresden (IHD) )

Anfärbung einer geölten Parkettoberfläche
Anfärbung einer geölten Parkettoberfläche mit neun normativ zugelassenen Rotweinen nach der Fleckenbeständigkeitsprüfung gemäß EN 12720, Klasse 1B in Anlehnung an CEN/TS 16209 bei 6 h Expositionszeit. Foto: IHD

Am Institut für Holztechnologie Dresden wurden im Projekt „ChemResist“ Prüfmittel für Möbel- und Fußbodenoberflächen untersucht. Besonders Rotwein zeigte, wie stark das Prüfmittel selbst das Ergebnis beeinflussen kann: Auch normativ zulässige Weine unterschieden sich deutlich in ihrer Anfärbewirkung.

Die Forschenden entwickelten deshalb einen synthetischen Prüfrotwein. Seine Rezeptur aus Alkohol, Wasser, Säuren und färbenden Bestandteilen aus Traubenkernextrakten soll eine starke Anfärbung reproduzierbar abbilden. Bei 6 °C Lagerung und möglichst kleinem Gasraum blieb die Wirkung über mindestens zwölf Monate stabil.

Auch Reinigungs- und Desinfektionsmittel wurden angepasst. Eine neue Reinigungsrezeptur zeigte eine höhere Reinigungsleistung als das bisherige Prüfmittel. Ergänzend entstand ein alkoholbasiertes Desinfektionsmittel nach dem Vorbild heutiger Handelsprodukte. Ringversuche mit mehr als zehn Laboren bestätigten die Reproduzierbarkeit und Praxistauglichkeit der neuen Prüfmittel.

Die Rezepturen wurden in die Normungsarbeit eingebracht und stehen unter anderem für die EN 12720 zur Diskussion.

Mehr im ausführlichen Artikel: Abonnenten von BESSER LACKIEREN erfahren im Artikel in Ausgabe 14/2026 außerdem:

  • Wie der synthetische Prüfrotwein zusammengesetzt und gelagert wird,
  • welche neuen Reinigungs- und Desinfektionsmittel entwickelt wurden und
  • was die Ergebnisse für Vergleichbarkeit und Normung bedeuten

Zum Netzwerken:
Institut für Holztechnologie Dresden gemeinnützige GmbH (IHD), Dresden, Dr. Florian Kettner, Tel. +49 351 4662 498, florian.kettner@ihd-dresden.de, www.ihd-dresden.de

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