Technologien Pulverbeschichten

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KTL-Fehler erkennen, bevor die Serie stoppt
Eine auffällige Oberfläche wird schnell teuer: Sperrbestand, Nacharbeit, neue Termine. Ursachen liegen oft in Bauteilgeometrie, Vorbehandlung oder Prozessführung. Unser Praxisbeitrag zeigt typische KTL-Schwachstellen und worauf Konstruktion, Qualität und Einkauf früh achten sollten, damit aus kleinen Auffälligkeiten kein Serienproblem wird.
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Elektrostatisch Beschichten, aber sicher!

„Beim elektrostatischen Beschichten gehören regelmäßige Kontrollen und umfassende Mitarbeiterschulung unbedingt zum vorbeugenden Ex- und Brandschutz“, erklärt Jürgen Kögel. Der Geschäftsführer vom Odenwälder Brandschutz Service (OBS) hat als Gutachter drei Schadensfälle untersucht: einen Brand im Pulverzentrum, eine Explosion in einer Pulverkabine und eine Explosion im Absaugsystem.

Blick in eine Pulverkabine
Der Betreiber einer Beschichtungsanlage ist u.a. verantwortlich dafür, dass das Erdungssystem der Pulveranlage regelmäßig überprüft wird. Foto: guangyu - stock.adobe.com

Der Brand im Pulverzentrum wurde einen nicht für diesen Zweck zugelassenen Pulverschlauch verursacht. Er hat sich statisch aufgeladen und setzte das Pulverzentrum durch einen Funkenüberschlag in Brand. Das Pulverzentrum ist ausgebrannt, das Feuer konnte mit einem Feuerlöscher gelöscht werden.

Nicht ausgeschaltete Hochspannung

Ursache der Explosion in der Pulverkabine war die nicht ausgeschaltete Hochspannung. Ein Mitarbeiter hat die unter Hochspannung stehende Pulverpistole mit einer Metalllanze abgeblasen. Durch die Kombination fein zerstäubtes Pulver und Metalllanze fand ein Funkenüberschlag statt, der eine Verpuffung ausgelöst hat, die wiederum die komplette Außenwand der Kabine rausgedrückt hat.

Fehlende Erdung der Siebmaschine

Die Explosion im Absaugsystem wurde durch fehlende Erdung der Siebmaschine im Pulverbehälter ausgelöst. Hier entwickelte sich beim Rütteln des Pulvers eine statische Aufladung, die durch die fehlende Erdung nicht abgeleitet werden konnte. In der Folge fand im Absaugsystem eine Explosion statt, die sich in das Innere der Kabine fortgesetzt hat. Der dort arbeitende Mitarbeiter kam mit schweren Verbrennungen ins Krankenhaus.

Bei Unfällen dieser Art trifft den Hersteller der Anlage keine Schuld. Sie liegen in der Verantwortung des Anlagenbetreibers. Kögel rät daher, Originalersatzteile vom Hersteller verwenden, regelmäßig die Brandschutzanlage und das Erdungssystem an Pulveranlagen überprüfen lassen und die Mitarbeiter darin schulen, wo Gefahren bestehen.

Zum Netzwerken:
Odenwälder Brandschutz Service (OBS), Ober-Ramstadt, Jürgen Kögel, Mobil: +49 162 6403176, obs-koegel@outlook.de, www.obs-koegel-exschutz.de

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