Technologien Kunststofflackierung
EXPO live: Retrofit von Lackieranlagen am 23. & 24. September

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KI verbessert Rezyklat-Einsatz im Fahrzeugbau

Ein fränkisches Forschungsprojekt will den Einsatz recycelter Kunststoffe im Fahrzeugbau voranbringen. Mithilfe Künstlicher Intelligenz sollen Materialqualitäten präziser bewertet und damit auch nachgelagerte Prozesse wie die Lackierung besser planbar werden.

Dr. Silvia Schweizer (Freie Mitarbeiterin BESSER LACKIEREN)

Gruppenfoto
Ausflug des Projektkonsortiums zur Firma R. Plast (von links): Tobias Göbel (Scientist Compoundieren und Extrudieren, SKZ), Tobias Heinrich (Customer Success and Implementation Manager, LabV), Dr. Marieluise Lang, Dr. Lars Helmlinger (beide LaMa Recycling Technologies) und Christian Schürger (Entwicklungsingenieur Werkstofftechnik, Brose SE). Foto: SKZ, Luca Hoffmannbeck

Mit dem Forschungsprojekt „RezyPart“ wollen Brose, das Kunststoff-Zentrum SKZ Würzburg, LabV Intelligent Solutions und R.PLAST den Einsatz von Rezyklaten im Fahrzeugbau sicherer und wirtschaftlicher gestalten. Ziel ist die Entwicklung einer KI-gestützten Software, die den Einfluss von Verunreinigungen in recycelten Kunststoffen auf die Eigenschaften von Bauteilen zuverlässig vorhersagt.

Rezyklate gelten als wichtiger Baustein für mehr Nachhaltigkeit, weisen jedoch häufig schwankende Materialqualitäten auf. Fremdpartikel oder unterschiedliche Kunststoffmischungen können sowohl die mechanischen Eigenschaften als auch das Oberflächenverhalten beeinflussen. Gerade für Lackierprozesse stellt dies eine Herausforderung dar, da Haftung und optische Qualität häufig Anpassungen der Prozessparameter erfordern.

Lackierfähigkeit frühzeitig bewerten

Das Projekt soll deshalb Zusammenhänge zwischen Rezyklatqualität, Verarbeitungsparametern und Bauteileigenschaften mithilfe von KI analysieren. Neben mechanischen Kennwerten werden dabei auch Oberflächeneigenschaften berücksichtigt. Dadurch könnte sich die Lackierfähigkeit bereits vor der Bauteilfertigung bewerten lassen. Das würde die Auswahl geeigneter Rezyklate erleichtern und den Aufwand für Vorbehandlung und Nacharbeit reduzieren.

Das bis 2028 laufende Projekt wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie gefördert und soll die Grundlage für den verstärkten Einsatz hochwertiger Rezyklate in sicherheitsrelevanten Fahrzeugbauteilen schaffen.

Sie wollen mehr wissen? Abonnenten von BESSER LACKIEREN erfahren im ausführlichen Artikel in Ausgabe 12/2026 außerdem:

  • wie KI die Qualität von Rezyklaten vorhersagen soll,
  • warum Oberflächeneigenschaften für die Lackierfähigkeit entscheidend sind und
  • welche Ziele die Projektpartner bis 2028 verfolgen.

Zum Netzwerken:
Brose Fahrzeugteile SE & Co. KG, Bamberg, Christian Schürger, Tel. +49 951 7474-2835, christian.schuerger@brose.com, www.brose.com

SKZ – Das Kunststoff-Zentrum, Würzburg, Tobias Göbel, Tel. +49 931 4104-379, t.goebel@skz.de, www.skz.de