Technologien Nasslackieren

Bewerbungsfrist vom BESSER LACKIEREN Award 2026 verlängert!

Sie sind Lohn- oder Inhouse-Lackierer? Dann haben Sie sich sicherlich bereits für den BESSER LACKIEREN Award 2026  beworben. Wenn dem nicht so ist, dann können Sie dies noch bis zum 22. Juni 2026 tun. Wir haben die Einreichungsfrist verlängert! Vergleichen Sie sich mit anderen Unternehmen der Lackierbranche und profitieren Sie vom Prestige-Gewinn sowie dem Besuch der Fachjury.
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Verbesserter Korrosionsschutz und weniger VOC

Mit der Umstellung auf elektrostatische Applikationstechnik hat die Hodapp GmbH & Co. KG ihren Lackierprozess deutlich effizienter gestaltet. Gemeinsam mit dem Engineering-Partner Oltrogge GmbH & Co. KG wurden Lackverbrauch und VOC-Emissionen spürbar reduziert – bei unverändert hohem Korrosionsschutz.

Foto Frank Eckert, Gebietsverkaufsleiter von Oltrogge (links) und Markus Lang, Fertigungsleiter bei Hodapp
Frank Eckert, Gebietsverkaufsleiter von Oltrogge (links), half Markus Lang, Fertigungsleiter bei Hodapp, dabei seinen Lackierprozess zu optimieren. Foto: Hodapp

Die Anforderungen an Oberflächenqualität und Korrosionsschutz sind bei Hodapp hoch: Die Türen und Torsysteme des Unternehmens kommen unter anderem in Bahnanlagen, Justizvollzugsanstalten und Rechenzentren zum Einsatz. Um die Umweltbilanz der eigenen Fertigung zu verbessern, entschied sich der Hersteller im Sommer 2024, den bestehenden Lackierprozess grundlegend zu optimieren.

Ziel war es, den Lackverbrauch deutlich zu senken und damit die VOC-Emissionen zu reduzieren – ohne Abstriche bei Durchsatz, Oberflächenqualität oder Schutzwirkung. Für die Umsetzung holte sich Hodapp externe Unterstützung ins Haus. Der Kontakt zu Oltrogge entstand auf der PaintExpo.

Systematische Umstellung statt Einzelmaßnahme

Zu Beginn des Projekts analysierten die Spezialisten von Oltrogge die Rahmenbedingungen vor Ort. Dazu gehörte unter anderem die Prüfung der Leitfähigkeit des eingesetzten Lacks, um die Eignung für eine elektrostatische Applikation sicherzustellen. Darauf aufbauend wurde die Applikationstechnik gezielt auf die Bauteile und Prozesse von Hodapp abgestimmt – von der Pistole über die Düse bis hin zu Druck und Parametrierung.

Ein zentraler Baustein waren praktische Versuche direkt in der Produktion. An realen Türen und Toren testeten die Projektpartner unterschiedliche Einstellungen und werteten die Ergebnisse gemeinsam aus. So ließen sich die Parameter schrittweise optimieren und die Effekte unmittelbar bewerten.

Deutliche Einsparungen bei gleichbleibender Qualität

Nach Abschluss der Testphase stellte Hodapp den Lackierprozess auf zwei Elektrostatik-Pistolen der „Vector“-Serie von Ransburg um. Die neue Technik erhöht den Auftragswirkungsgrad deutlich und reduziert Overspray sowie Materialverbrauch. Ergänzend investierte das Unternehmen in Atemschutzlösungen von Sundström.

Das Ergebnis: Der Lackverbrauch sank um rund 30%, die VOC-Emissionen in gleichem Umfang. Gleichzeitig verlängerten sich die Reinigungsintervalle der Lackierkabine, was Stillstandszeiten und Wartungskosten reduziert. Schichtdicken, Oberflächenbild und Korrosionsschutz blieben konstant – nach Unternehmensangaben sogar mit nochmals verbesserter Gleichmäßigkeit und Optik.

Mehr im Abo: Abonnenten von BESSER LACKIEREN erfahren im ausführlichen Artikel in Ausgabe 3/2026 außerdem:

  • wie die elektrostatische Applikation im Detail auf die Bauteilgeometrien abgestimmt wurde
  • welche Rolle Tests unter Produktionsbedingungen für den Projekterfolg spielten
  • welche wirtschaftlichen Effekte sich zusätzlich aus geringeren Stillständen ergeben

Zum Netzwerken:
Oltrogge GmbH & Co. KG, Bielefeld, Steffen Suchomski, Tel.: +49 3447 579471, s.suchomski@oltrogge.de, www.oltrogge.de