Konstruktion und Kante

Im Rahmen der Serie zu Schadensfällen und ihren Ursachen bei Beschichtungen legt Dr. Thomas Herrmann seinen aktuellen Fokus auf die nicht korrosionsschutzgerechte Konstruktion.

Detailaufnahme. An der Balkonverkleidung platzt der Lack ab.
Eine Balkonverkleidung im Zentrum von München weist nach 1 Foto: Dr. Herrmann GmbH

Dr. Herrmann und sein Team haben als Gutachter in rund 20 Jahren mehr als 1150 Schadensfälle überprüft. Die nun erfolgte Analyse der auftretenden Schadensursachen zeigt, dass rund 4% der Schadensbilder auf die nicht korrosionsschutzgerechte Konstruktion, insbesondere bei der Schnittkantengestaltung zurückzuführen sind. „Es zeigen sich immer wieder Beschichtungsprobleme, die dem Konstrukteur bzw. dem Planer des Stahlbaus oder der Fassadenelemente zuzuordnen sind“, erläutert Dr. Herrmann. Hierzu zählen beispielsweise nicht vollständig schließende Überlappungen beim Schweißen oder anderweitige Hohlräume, die die Ausbildung der Beschichtung oder des Zinküberzugs verhindern. Ein weiteres konstruktives Problem stellen unbehandelte Laserkanten dar. Dies gilt vor allem, wenn der Zuschnitt z.B. bei Baustahl aus Kostengründen unter Luftsauerstoff und nicht in Anwesenheit eines Schutzgases wie z.B. Stickstoff erfolgt. Die Folge hiervon ist die Bildung einer Glühzunderschicht, welche insbesondere bei der Pulverlackierung zu Haftfestigkeitsproblemen führt.

Lesen Sie hierzu mehr in Ausgabe 2/2022 von BESSER LACKIEREN.

Serie über Fehler bei der Oberflächenbeschichtung und wie man sie vermeiden kann

Mehr als 1150 begutachtete Schadensfälle hat der Gutachter Dr. Thomas Hermann gemeinsam mit seinen Labor-Spezialisten analysiert. Die dabei ermittelten Fehlerursachen bilden die Basis einer mehrteiligen Serie in BESSER LACKIEREN.

  • Teil 1: Fehlerbilder kompakt analysiert
    Im ersten Teil geht es um Planungs- und Ausschreibungsfehler sowie um den falschen Werkstoffeinsatz.
  • Teil 2: Konstruktion und Kante
    Im zweiten Serienteil liegt der Fokus auf nicht korrosionsschutzgerechten Konstruktionen und Schnittkanten.
  • Teil 3: Stolpersteine im nasschemischen Vorbehandlungsprozess
    Im dritten Teil erhalten Beschichter Tipps, wie sie Fehler bei der nasschemischen Oberflächenvorbehandlung vermeiden.
  • Teil 4: Schleifen, strahlen, sweepen
    Im vierten Serienteil erläutern die Autoren, welche Fehler bei der mechanischen Oberflächenvorbereitung auftreten können.
  • Teil 5:  Lacke im Fokus
    Im fünften Serienteil beschreiben die Autoren, wie Beschichter Fehler durch die geeignete Lackauswahl verhindern können.
  • Teil 6: Im Zeichen der Applikation
    Im sechsten Serienteil geht es um Applikationsfehler und wie man sie vermeiden kann.
  • Teil 7: Lacktrocknung – ein kritischer Prozessschritt
    Im siebten Serienteil widmen sich die Autoren der Lacktrocknung bzw. -vernetzung und geben Tipps, wie Beschichter hierbei Fehler vermeiden können.
  • Teil 8: Unzulänglichkeiten bei den Substraten
    Der achte Serienteil zeigt, dass auch Unzulänglichkeiten bei den Substraten Oberflächenmängel verursachen.

Zum Netzwerken:

Dr. Herrmann GmbH & Co. KG, Dresden, Dr. Thomas Herrmann, Tel. +49 351 4961-103, office@dr-herrmann-gmbh.de, www.pulverlack-gutachter.de, www.dr-herrmann-gmbh.de

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