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Folien- und Klebereste im Fokus
Viele Branchen verwenden heutzutage Folierungen auf Aluminiumoberflächen zum temporären Schutz vor Beschädigungen. Vor allem für Architekturanwendungen kommen sie häufig zum Einsatz. Doch Kleberückstände nach dem Abziehen beeinträchtigen zunehmend Qualität und Haftfestigkeit. Der VOA liefert mit einem neuen Merkblatt jetzt praxiserprobte Empfehlungen zur Auswahl geeigneter Folien.
Ob beim Transport oder auf der Baustelle – temporäre Schutzfolien sollen Aluminiumoberflächen vor Kratzern und anderen Beschädigungen bewahren. Doch wenn Klebereste auf beschichteten oder anodisierten Oberflächen zurückbleiben, wird es problematisch: Die optische Qualität leidet, und die Haftfestigkeit für spätere Anwendungen kann deutlich reduziert werden.
Der Verband für die Oberflächenveredelung von Aluminium e. V. (VOA) hat sich gemeinsam mit Mitgliedsunternehmen, Folienherstellern und Prüfinstituten dieser Problematik systematisch angenommen. Das Ergebnis ist das neue Merkblatt A 09 B 07 „Schutzfolierung von Aluminiumoberflächen“, das nun praktische Handlungsempfehlungen bietet – insbesondere für Beschichter und Anodisierer.
Kleberückstände: Komplexes Zusammenspiel von Lack und Folie
Im Rahmen des Projekts testete der VOA vier gängige Pulverlacke in Kombination mit vier Schutzfolien unterschiedlicher Klebeeigenschaften. Die Prüfungen erfolgten unter realitätsnahen Bedingungen, etwa in einem QUV-B-Test über 350 Stunden sowie im Klimawechseltest nach VW-Norm PV 1200. Die Ergebnisse zeigten: Die Kombination aus Lack und Folie ist entscheidend – pauschale Empfehlungen sind kaum möglich.
So führten bestimmte Materialpaarungen zu kaum rückstandsfreien Ergebnissen, während andere deutliche Klebereste hinterließen. Auch Faktoren wie Sonneneinstrahlung, Faltenbildung und die Dauer der Applikation beeinflussten die Rückstandsbildung erheblich.
Empfehlungen für die Praxis
Das neue VOA-Merkblatt fasst die Ergebnisse übersichtlich zusammen und gibt konkrete Hinweise zur Auswahl geeigneter Folien für beschichtetes und anodisiertes Aluminium. Unternehmen wird dringend geraten, vor der Serienanwendung eigene Tests mit den eingesetzten Pulverlacken und Folien durchzuführen – insbesondere bei Projekten mit langen Zwischenlagerzeiten oder hoher UV-Belastung.
Mehr im Abo: Abonnenten von BESSER LACKIEREN erfahren im ausführlichen Artikel in Ausgabe 8/2025:
- Welche Materialkombinationen sich in den Tests besonders bewährt haben
- Welche Einflussfaktoren Klebereste besonders begünstigen
- Wie das Merkblatt A 09 B 07 in bestehende Qualitätssicherungsprozesse integriert werden kann
Zum Netzwerken:
VOA Verband für die Oberflächenveredelung von Aluminium e.V., München, Dr. Johanna Damm, Tel. +49 89 551786-72, pr@voa.de, www.voa.de