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Bewerbungsfrist vom BESSER LACKIEREN Award 2026 verlängert!
Sie sind Lohn- oder Inhouse-Lackierer? Dann haben Sie sich sicherlich bereits für den BESSER LACKIEREN Award 2026 beworben. Wenn dem nicht so ist, dann können Sie dies noch bis zum 22. Juni 2026 tun. Wir haben die Einreichungsfrist verlängert! Vergleichen Sie sich mit anderen Unternehmen der Lackierbranche und profitieren Sie vom Prestige-Gewinn sowie dem Besuch der Fachjury.
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Lackieranlagen für die Zukunft fit machen
Das Fraunhofer IPA zeigt im Projekt „DigiBattPro4.0“, wie sich bestehende Beschichtungsanlagen nachrüsten lassen, um Materialien und Prozessdaten lückenlos digital zu dokumentieren. Ziel ist eine transparente, rückverfolgbare und optimierte Produktion von Energiespeicherkomponenten – mit übertragbaren Lösungen auch für industrielle Lackierbetriebe.
Die gesetzlichen Vorgaben zur Rückverfolgbarkeit von Materialien zwingen Hersteller zu einer vollständigen Prozessdokumentation – auch in der industriellen Beschichtung. Das Fraunhofer IPA demonstriert nun anhand einer Rolle-zu-Rolle-Anlage zur Elektrodenfertigung, wie sich bestehende Systeme digital aufrüsten lassen. Herzstück ist eine Zeitreihen-Datenbank, in der sämtliche Prozessdaten – von Umgebungsbedingungen bis zu Maschinenparametern – präzise einzelnen Chargen zugeordnet werden. Die eindeutige Identifikation erfolgt über Data-Matrix-Codes direkt auf dem Bandmaterial.
Eine besondere Herausforderung lag in der Integration der unterschiedlich getakteten Sensoren und Steuerungssysteme. Mit Schnittstellenadaptern und OPC-UA-Übersetzern wurde eine einheitliche Kommunikation hergestellt. Die kontinuierlich erzeugten Daten ermöglichen eine lückenlose Rückverfolgbarkeit – ein entscheidender Vorteil bei Produktreklamationen oder internen Qualitätsabweichungen.
Softsensoren und KI-gestützte Prozessoptimierung
Neben realen Sensorwerten wurden sogenannte Softsensoren entwickelt: virtuelle Messsysteme, die beispielsweise aus Parametern wie Bandgeschwindigkeit und Viskosität Rückschlüsse auf die Schichtdicke und Restfeuchte ziehen. Diese indirekt ermittelten Kenngrößen wurden durch Offline-Messungen validiert. In Kombination mit KI-gestützten Modellen lässt sich so der gesamte Beschichtungsprozess überwachen und vorausschauend optimieren.
Während in der Versuchsanlage noch bewusst auf automatisierte Eingriffe verzichtet wurde, ist eine adaptive Prozesssteuerung im industriellen Umfeld problemlos möglich – mit Warnmeldungen oder direkten Korrekturen bei Abweichungen.
Mehr im Abo: Abonnenten von BESSER LACKIEREN erfahren im ausführlichen Artikel in Ausgabe 11/2025:
- Wie die Daten aus unterschiedlichen Sensoren technisch zusammengeführt werden
- Welche Rolle Softsensoren bei der Qualitätssicherung spielen
- Wie sich das Konzept auf industrielle Lackieranlagen übertragen lässt
Zum Netzwerken:
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, Stuttgart, Dr. Michael Hilt, Tel. +49 711 970-3820, michael.hilt@ipa.fraunhofer.de
Carsten Glanz, Tel. +49 711 970-3736, carsten.glanz@ipa.fraunhofer.de
www.ipa.fraunhofer.de/beschichtung