Technik Produkte Umwelttechnik

Bewerbungsfrist vom BESSER LACKIEREN Award 2026 verlängert!

Sie sind Lohn- oder Inhouse-Lackierer? Dann haben Sie sich sicherlich bereits für den BESSER LACKIEREN Award 2026  beworben. Wenn dem nicht so ist, dann können Sie dies noch bis zum 22. Juni 2026 tun. Wir haben die Einreichungsfrist verlängert! Vergleichen Sie sich mit anderen Unternehmen der Lackierbranche und profitieren Sie vom Prestige-Gewinn sowie dem Besuch der Fachjury.
➡️ Jetzt teilnehmen!

Arbeitssicherheit im Lackierbetrieb

Im BESSER LACKIEREN Expertennetzwerk finden Anwender aus der industriellen Beschichtungspraxis fundiertes Fachwissen rund um alle sicherheitsrelevanten Fragen. Enthalten sind verschiedenste relevante Informationen von der rechtssicheren Umsetzung europäischer Normen über den Explosionsschutz bis hin zur Vermeidung gesundheitlicher Risiken durch Gefahrstoffe oder Aerosole. Im Expertenwissen des Online-Nachschlagewerkes – Kategorie Arbeitssicherheit – geben ausgewiesene Fachautoren und Branchenkenner praxisnahe Orientierung.

Grafik zur übergeordneten Bedeutung des Arbeitsschutzes
Schutz aller Komponenten und aller Beteiligten ist auch in industriellen Beschichtungsbetrieben von übergeordneter Bedeutung. Grafik: KI-generierte Grafik, erstellt mit Napkin.ai

So erklärt etwa Roland Knopp (DGUV), wie europäische Richtlinien – ob die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG oder die ATEX 2014/34/EU – in der Lackiertechnik greifen und welche EN-Normen für Reinigungsanlagen, Lackierkabinen oder elektrostatische Sprühanlagen maßgeblich sind. Besonders wichtig: das richtige Verständnis von CE-Kennzeichnung und Konformitätserklärung, die als Basis, nicht aber als Qualitätsgarantie zu verstehen sind.

Dr. Christopher Hubrich (Fraunhofer IPA) zeigt, warum Explosionsschutz weit über die rechtliche Pflicht hinausgeht. Durch das strukturierte Drei-Säulen-Prinzip – primärer, sekundärer und tertiärer Explosionsschutz – lassen sich Risiken in Lackierbetrieben wirksam begrenzen. Neben Lüftung, Zündquellenvermeidung und Zoneneinteilung zählt dazu vor allem ein klar dokumentiertes Explosionsschutzkonzept.

Dieter Möckel (Physikalisch-Technische Bundesanstalt) legt dar, welchen besonderen Herausforderungen Unternehmen beim Einsatz von elektrostatischer Beschichtung begegnen. Hochspannung birgt hier zwar potenzielle Gefahren, kann aber durch Verriegelungssysteme, Erdungskonzepte und die Einhaltung von Grenzwerten sicher genutzt werden. Normen wie EN 50050 oder EN 50177 schaffen hier die technische Grundlage.

Auch gesundheitliche Risiken stehen im Fokus: Markus Cudazzo (Fraunhofer IPA) beleuchtet die Gefahren durch gefährliche Arbeitsstoffe – von Lösemitteln bis zu Nanopartikeln – und leiten daraus konkrete Schutzmaßnahmen ab. Ergänzend bietet die DGUV praxisgerechte Leitlinien, beispielsweise zum sicheren Umgang mit Lacklager oder Trocknern. Ein besonderes Augenmerk gilt zudem den Lackaerosolen, wie Roland Knopp und Dr.-Ing. Valerie Wilms darstellen: Sie sind für Spritzlackierer eine kaum vermeidbare Belastung. Statt Grenzwerten wurde daher ein Schutzmaßnahmenkonzept (DGUV Regel 109-013) entwickelt, das auf Messdaten aus zahlreichen Betrieben beruht und klare Vorgaben für Technik und Atemschutz definiert.

Im BESSER LACKIEREN Expertennetzwerk finden Sie alle Inhalte der Themenwelt Arbeitssicherheit im Detail sowie die entsprechenden Kontakte zum Netzwerken.

Zum Netzwerken:
BESSER LACKIEREN Expertennetzwerk, Astrid Günther, Tel. +49 511 9910-323, astrid.guenther@vincentz.net, www.besserlackieren-expertennetzwerk.de

Hersteller zu diesem Thema: