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Bewerbungsfrist vom BESSER LACKIEREN Award 2026 verlängert!
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Plasmatechnologie nutzen
Das Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e. V. (INP) arbeitet an der Entwicklung eines neuen Verfahrens zur Herstellung ultrahydrophober siliziumorganischer Polymerbeschichtungen. Diese Beschichtungen stellen eine Alternative zu per- und polyfluorierten Verbindungen (PFAS) dar, die in vielen industriellen Anwendungen und Branchen noch immer zum Einsatz kommen.
Die innovativen siliziumorganischen Polymerbeschichtungen basieren auf Plasmatechnologie und sind mechanisch und chemisch relativ stabil, bis zu 200 nm dick, lagerfähig und gut reproduzierbar. Die Beschichtungen lassen sich auf viele Materialien auftragen, wie z. B. Metalle, Kunststoffe und Halbleiter.
Dies und die Möglichkeit, sie auch auf thermolabile Kunststoffe aufzutragen, machen siliziumorganische Polymerbeschichtungen ideal, beispielsweise für die Veredelung medizinischer Geräte. Sie können auch bei der Herstellung oder Oberflächenmodifizierung implantierbarer Geräte wie Herzschrittmachern oder künstlichen Gelenken eingesetzt werden. Das INP arbeitet derzeit ebenfalls daran, den Niederdruckprozess zur Abscheidung der siliziumorganischen Polymerschicht auf einen Normaldruckprozess zu übertragen.
PFAS gelten als schädlich
PFAS-basierte Verbindungen werden seit Jahrzehnten zur Verbesserung einer breiten Produktpalette eingesetzt, u.a. in der Medizin-, Halbleiter- und Textilindustrie. Sie sind extrem wasserabweisend und bieten eine Reihe von Vorteilen, wie z.B. gute Antihafteigenschaften und eine hohe chemische Beständigkeit. Aufgrund ihrer hohen Stabilität können sich PFAS-Verbindungen jedoch in der Umwelt und in Lebewesen anreichern, weshalb sie auch als „ewige Chemikalien“ bezeichnet werden. Sie gelten daher als schädlich für die Umwelt und die menschliche Gesundheit und sind in der EU seit 2006 bereits in einigen Anwendungen verboten.
Es wird erwartet, dass einige per- und polyfluorierte Verbindungen in naher Zukunft in die globale Verbotsliste des Stockholmer Übereinkommens aufgenommen werden. Dies stellt eine enorme Herausforderung für zukünftige Hightech-Industrien wie die Medizintechnik- und Halbleiterindustrie dar, die auf diese etablierten ultra-hydrophoben Beschichtungen angewiesen sind.
Zum Netzwerken:
Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP), Greifswald, Dr. Alexander Vahl, Tel. +49 3834 554-3805, alexander.vahl@inp-greifswald.de, www.leibniz-inp.de