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Bewerbungsfrist vom BESSER LACKIEREN Award 2026 verlängert!
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„Außenaggregate sind im Trend“
Auch wenn sich die Energiepreise zuletzt entspannt haben, bleibt der Kostendruck für Lackierbetriebe hoch. Wie sich mit einem gezielten Retrofit bestehender Lackieranlagen Energie, CO₂ und Kosten nachhaltig einsparen lassen, erläutert der freie Berater Dieter Quast im Interview mit BESSER LACKIEREN.
Energiekosten zählen weiterhin zu den zentralen wirtschaftlichen Faktoren in der industriellen Lackiertechnik. Viele Betriebe arbeiten noch mit Anlagen, die 30 oder sogar 40 Jahre alt sind – mit entsprechend hohem Energieverbrauch und zunehmender Störanfälligkeit. Laut Dieter Quast, freier Berater für Lackieranlagentechnik, ist das Retrofit bestehender Anlagen deshalb aktueller denn je. Durch eine ganzheitliche Modernisierung lassen sich nachweislich Energieeinsparungen von 50 bis 65% realisieren.
Neben den Kostenvorteilen spielt die CO₂-Reduktion eine immer größere Rolle. Eine typische Lackieranlage mit einem Luftvolumen von rund 30.000 m³ kann durch Retrofit jährlich zwischen 50 und 60 t CO₂ einsparen. Für viele Unternehmen ist dies ein wichtiger Hebel, um ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden.
Mehr als nur Energie sparen
Neben Energieeffizienz und Emissionen nennt Quast weitere Treiber für Retrofit-Projekte. Sicherheitsmängel, die bei Prüfungen durch Berufsgenossenschaften oder Aufsichtsbehörden festgestellt werden, lassen sich im Zuge einer Modernisierung häufig gleich mit beheben. Zudem holen einige Betriebe ausgelagerte Lackierprozesse wieder ins eigene Werk zurück – etwa aufgrund steigender Logistikkosten oder unzureichender Qualität externer Dienstleister.
Ein weiterer Faktor sind steigende Qualitätsanforderungen der Kunden. Alte Anlagen stoßen hier oft an ihre Grenzen. Retrofit bietet die Möglichkeit, die bestehende Infrastruktur an heutige Prozess- und Qualitätsstandards anzupassen, ohne die Investition in eine komplette Neuanlage tätigen zu müssen.
Ganzheitliche Modernisierung statt Einzelmaßnahmen
In der Praxis beginnt ein Retrofit-Projekt mit einer Bestandsaufnahme: Lackieraufkommen, Energiekosten und Anlagenzustand werden analysiert. Häufig empfiehlt Quast eine vollständige Erneuerung der Anlagentechnik – inklusive energieeffizienter Aggregate, Direktbeheizung, Wärmerückgewinnung und Frequenzregelung. Einzelmaßnahmen seien zwar kurzfristig wirksam, könnten langfristig aber teurer werden, wenn andere Baugruppen später ausfallen.
Ein aktueller Trend sind wetterfeste Aggregatmodule zur Außenaufstellung. Sie eignen sich besonders für Betriebe mit begrenztem Platzangebot und ermöglichen eine schnelle Installation bei kurzer Produktionsunterbrechung. Der Stillstand liegt bei einem umfassenden Retrofit in der Regel bei einer Woche bis maximal zehn Tagen – deutlich weniger als bei einem Neubau.
Die Wirtschaftlichkeit spricht laut Quast klar für das Retrofit: Amortisationszeiten von zweieinhalb bis vier Jahren seien realistisch. Ein Praxisbeispiel zeigt, dass sich Energiekosten von rund 100.000 Euro pro Jahr auf unter 50.000 Euro nahezu halbieren lassen.
Mehr im Abo: Abonnenten von BESSER LACKIEREN erfahren im ausführlichen Interview in Ausgabe 3/2026:
- welche technischen Maßnahmen den größten Spareffekt bringen
- wie sich Retrofit und Förderprogramme sinnvoll kombinieren lassen
- wann ein Retrofit sinnvoll ist – und wann eine Neuanlage die bessere Option darstellt
Zum Netzwerken:
Lackieranlagen-Technik, Mölln, Dieter Quast, Tel. +49 170 4188484, info@lackieranlagen-technik.com, www.lackieranlagen-technik.com