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Bewerbungsfrist vom BESSER LACKIEREN Award 2026 verlängert!

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Nanobeschichtungen für alltägliche Oberflächen

Das EU-Projekt „MIRIA“ zielt darauf ab, Nanobeschichtungen zu entwickeln, die in Krankenhäusern und anderen Umgebungen eingesetzt werden können, in denen Kreuzkontamination und Ansteckungsgefahr ein großes Problem darstellen. An dem Projekt sind acht EU-Länder und 15 Mitglieder beteiligt.

Dr. Silvia Schweizer (Freie Mitarbeiterin BESSER LACKIEREN)

Eine Türklinke, die jemand abwischt
Türklinken in öffentlichen Räumen wie Krankenhäuser sind potenzielle Übertragungsorte für Krankheitserreger. Das Forschungsprojekt „MIRIA“ entwickelt Nanobeschichtungen, die Oberflächen wirkungsvoll vor Bakterien und Viren schützen. Foto: lial88 – stock.adobe.com

Darunter sind Unternehmen, die Beschichtungen herstellen oder anwenden sowie Institute, welche die Eigenschaften und Wirksamkeit der Nanosysteme untersuchen. Nach dem Covid-Ausbruch ist die Besorgnis über die Verbreitung von Krankheitserregern – das heißt Bakterien, Pilze, Viren und insbesondere SARS-CoV-2 – über stark frequentierte Oberflächen wie medizinische Geräte groß. Kommerzielle Lösungen für Produktbeschichtungen, die sowohl bei einer Reihe von gemischten Krankheitserregern als auch auf verschiedenen Oberflächen wie Metall oder Glas wirksam sind, sind kaum vorhanden.

„MIRIA“-Lösungen sollen diese Lücke schließen und sich direkt durch die Schaffung eines sicheren öffentlichen Umfelds sowie indirekt durch die Verringerung der Verbreitung von COVID und die Reduzierung krankheitsbedingter Fehlzeiten und psychologischer Erkrankungen auf die Gesundheit in der EU auswirken. Das ehrgeizige Ziel des Projekts besteht darin, Oberflächenbehandlungen zu entwickeln, die gegen eine Vielzahl von Krankheitserregern wirksam sind und auf zahlreichen Alltagsgegenständen – von Türklinken bis zu Krankenhausbetten – angewandt werden können.

Herausforderung Wirksamkeit

Die größte Herausforderung für die Forscher ist die Entwicklung von Nanobeschichtungen mit einer Wirksamkeit von 99,99 % gegen ein breites Spektrum von Krankheitserregern, insbesondere SARS-CoV-2. Dies wird auf einem vierteiligen Puzzle beruhen: dem Wissen über antimikrobielle Materialien, Nanopulver, Nanobeschichtungen und der Leitung von Pilotanlagen. Diese Nanobeschichtungen werden in den Pilotmaßstab gebracht und sollen innerhalb von vier Jahren nach Abschluss des Projekts auf den Markt kommen. An der Nutzung der Ergebnisse sind vor allem KMU beteiligt, und der Verbreitungsplan wird eine „Spillover“-Strategie verfolgen, um öffentliche und private Akteure einzubeziehen.

Im Mai 2022 fand das Kick-Off-Meeting des Projektes statt, das von der Europäischen Kommission im Rahmen des Forschungsrahmenprogramms Horizon Europe gefördert wird und vier Jahre laufen soll. Deutscher Partner ist die Süd-Metall Beschläge GmbH, die unter anderem hochwertige Beschläge für Türen und Fenster produziert und die F&E antibakterieller beziehungsweise antimikrobieller Oberflächenbeschichtungen vorantreibt. Mitte Mai 2026 findet in Rom das finale Projekttreffen statt: Dort werden die abschließenden Berichte veröffentlicht sowie das Ende des MIRIA-Projekts und sämtliche Ergebnisse offiziell präsentiert und verkündet.

Zum Netzwerken:
Süd-Metall Beschläge GmbH, Ainring/Hammerau, Evelyn Castlunger, Tel. +49 8654 4675-439, e.castlunger@suedmetall.com, www.suedmetall.com, www.miriaproject.eu