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Kurvenfähig durch das Tauchbecken

Mit „RoDip Ezy“ entwickelt Dürr sein elektrisches Rotationstauchverfahren für Vorbehandlung und KTL weiter. Neue Fahrwagen, kurvenfähige Streckenführung und leichtere Schienensysteme sollen mehr Flexibilität in der Anlagenplanung ermöglichen.

Zykloidgetriebe
Das neue System setzt auf ein kompaktes Zykloidgetriebe. Foto: Dürr

Dürr hat mit „RoDip Ezy“ eine neue Generation seines elektrischen Rotationstauchverfahrens für Vorbehandlung (VBH) und kathodische Tauchlackierung (KTL) vorgestellt. Im Fokus der Weiterentwicklung standen kompaktere Bauweise, einfachere Wartung und größere Freiheitsgrade beim Anlagenlayout.

Dafür hat der Anlagenbauer zentrale Komponenten wie Fahrwagen, Schienensystem und Steuerung neu konstruiert. Beim Drehantrieb setzt Dürr auf ein kompaktes Zykloidgetriebe, das bereits aus der Robotertechnik bekannt ist. Ein einheitliches Fahrwagenkonzept deckt unterschiedliche Fahrzeuggrößen vom Pkw bis zum Transporter ab.

Kurven statt Drehtische

Eine wesentliche Neuerung ist die kurvenfähige Streckenführung. Anders als bisher können die Fahrwagen nun Rechts- und Linkskurven durchfahren, sodass aufwendige Drehtische entfallen. Dadurch sinkt die Anlagenkomplexität und die Prozessstrecke lässt sich flexibler an Platzverhältnisse anpassen.

Neben klassischen Zwei-Kreislauf-Systemen unterstützt „RoDip Ezy“ auch sogenannte „One Loop“-Konzepte, bei denen dieselben Fahrwagen sowohl Vorbehandlung als auch KTL durchlaufen. Das reduziert externe Fördertechnik sowie den Bedarf an Schienen und Fahrwagen.

Auch das neue Schienensystem aus standardisierten Aluminiumprofilen soll Vorteile bringen. Durch das geringere Gewicht vereinfacht sich die Montage, zudem entfallen aufwendige Justierarbeiten wie bei bisherigen Stahlkonstruktionen.

Sie wollen mehr wissen? Abonnenten von BESSER LACKIEREN erfahren im ausführlichen Artikel in Ausgabe 9/2026 weiterhin:

  • welche Vorteile das „One Loop“-Konzept in der Praxis bietet
  • warum Dürr auf Aluminiumprofile statt Stahl setzt
  • wie sich das neue System für Modernisierungen bestehender Werke eignet

Zum Netzwerken:
Dürr Systems AG, Bietigheim-Bissingen, Carina Lachnit, Tel. +49 7142 78-4899, carina.lachnit@durr.com, www.durr.com