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Bewerbungsfrist vom BESSER LACKIEREN Award 2026 verlängert!
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Biobasierte Beschichtungen für Holz aus Baumrinde
Eine Forschergruppe an der Universität Stockholm hat jetzt ein neues Konzept zum Schutz von Holzoberflächen entwickelt, indem sie ein komplett biobasiertes System aus Komponenten von Birken- und Fichtenrinde geschaffen hat – inspiriert von der natürlichen Barrierefunktion von Rinde in Bäumen.
Von bestehenden Forschungen hebt sich das Projekt dadurch ab, dass die Lackformulierung vollständig aus erneuerbaren Ressourcen besteht. Zudem nutzen die Forscher eine innovative Doppelfunktionalität: die Polyphenole z.B. aus Fichtenrinde stabilisieren die wasserunlöslichen Säuren in einer wasserbasierten Suspension und fungieren als Nanofüllstoffe, welche die mechanischen Eigenschaften der Beschichtung an die jeweiligen Anforderungen anpassbar machen.
Baumrinde stellt eine wertvolle Ressource für Holzschutzbeschichtungen dar, die eine sehr gute Wasserbeständigkeit im Vergleich zu konventionellen Alkydbeschichtungen erzielen. Darüber hinaus bietet dieses System die Möglichkeit, industrielle Abfälle in hochwertige Produkte umzuwandeln und ressourceneffizient zu nutzen. Die neuen Beschichtungen schützen Holzoberflächen vor Feuchtigkeit und verhindern damit Verrottung, Rissbildung und Fäulnis. Damit können diese Substrate als Baumaterial im Außenbereich eingesetzt werden.
Applizieren und Härten wie herkömmliche Beschichtungen
Das Forscherteam hat zudem festgestellt, dass sich die Lacke unter denselben Bedingungen applizieren und härten lassen wie herkömmliche Beschichtungen. Es stellte sich weiterhin heraus, dass die biobasierten Lacksysteme im Vergleich zu den industriellen Standards in Bezug auf Wasserbeständigkeit und Schmutzresistenz dieselben Eigenschaften aufweisen.
Die Forscher sehen noch weiteres Potenzial, die hydrophoben Eigenschaften zu verbessern, indem sie funktionelle Gruppen implementieren. Auch die Haftungseigenschaften sind vergleichbar, wie Gitterschnittexperimente zeigen. Gefördert wurde das Projekt u.a. von der Schwedischen Energieagentur sowie dem Schwedischen Forschungsrat für Umwelt, Agrarwissenschaften und Raumplanung.
Zum Netzwerken:
Universität Stockholm, Fakultät für Materialwesen und Umweltchemie, SE-Stockholm, Mika H. Sipponen, Tel. +46 8 161258, mika.sipponen@mmk.su.se, www.mmk.su.se