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Bewerbungsfrist vom BESSER LACKIEREN Award 2026 verlängert!

Sie sind Lohn- oder Inhouse-Lackierer? Dann haben Sie sich sicherlich bereits für den BESSER LACKIEREN Award 2026  beworben. Wenn dem nicht so ist, dann können Sie dies noch bis zum 22. Juni 2026 tun. Wir haben die Einreichungsfrist verlängert! Vergleichen Sie sich mit anderen Unternehmen der Lackierbranche und profitieren Sie vom Prestige-Gewinn sowie dem Besuch der Fachjury.
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Interoperabilität: Schlüssel zu einer vernetzten Lackiertechnik

In der industriellen Lackiertechnik wird Interoperabilität zunehmend zum entscheidenden Erfolgsfaktor. Offene Standards ermöglichen es, Maschinen unterschiedlicher Hersteller nahtlos zu vernetzen, Prozesse effizienter zu steuern und Anlagen flexibler zu betreiben.

Dr. Astrid Günther

Symbolgrafik Vernetzung
Interoperabilität als Schlüsseltechnologie: Herstellerübergreifende Vernetzung ermöglicht flexible, effiziente und nachhaltige Lackierprozesse in der digitalen Fabrik. Foto: KI-generierte Grafik erstellt mit DALL-E

In modernen Produktionsumgebungen müssen Anlagenkomponenten unterschiedlichster Hersteller miteinander kommunizieren können. Genau hier setzt Interoperabilität an: Sie beschreibt die Fähigkeit von Systemen, Daten auszutauschen und gemeinsam zu arbeiten – unabhängig davon, von welchem Anbieter sie stammen. Für die Lackiertechnik ist diese Fähigkeit besonders wichtig. In komplexen Anlagen arbeiten Lackierroboter, Fördertechnik, Sensorik und Qualitätssicherungssysteme eng zusammen. Ohne einen reibungslosen Datenaustausch wären präzise Beschichtungsprozesse, Energieoptimierung oder eine durchgängige Prozessüberwachung kaum möglich.

„Interoperabilität ist eine der zentralen Säulen der digitalen Fabrik“, erklärt Andreas Faath vom VDMA. Sie ermögliche eine flexible, effiziente und nachhaltige Produktion – insbesondere in automatisierten Lackieranlagen.

Standardisierte Kommunikation mit OPC UA

Damit unterschiedliche Systeme miteinander kommunizieren können, sind gemeinsame Standards erforderlich. In der Automatisierungstechnik hat sich hierfür der Kommunikationsstandard OPC UA etabliert. OPC UA definiert, wie Daten zwischen Maschinen strukturiert, übertragen und interpretiert werden. Dadurch können beispielsweise Sensoren Messwerte eines Werkstücks an einen Lackierroboter übermitteln, der diese Daten wiederum an die Anlagensteuerung weiterleitet – unabhängig vom Hersteller der jeweiligen Komponenten.

Mehr Flexibilität und Effizienz in der Produktion

Die Vorteile interoperabler Systeme sind vielfältig. Ein zentraler Aspekt ist die größere Unabhängigkeit von einzelnen Herstellern. Unternehmen können unterschiedliche Technologien kombinieren und so die jeweils beste Lösung für ihre Anforderungen auswählen.

Darüber hinaus erhöht Interoperabilität die Zukunftssicherheit von Produktionsanlagen. Neue Komponenten lassen sich einfacher integrieren, bestehende Systeme leichter erweitern. Gerade in der Lackiertechnik, wo Prozesse regelmäßig angepasst werden müssen, ist diese Flexibilität ein wichtiger Wettbewerbsvorteil.

Herausforderungen bei der Umsetzung

Trotz der Vorteile stellt die Umsetzung interoperabler Systeme viele Unternehmen vor Herausforderungen. Ältere Anlagen nutzen häufig proprietäre Kommunikationsprotokolle, die nur schwer in moderne IT-Strukturen integriert werden können. Hinzu kommt der Aufwand für Investitionen und Fachwissen. Die Einführung neuer Standards erfordert sowohl technische Anpassungen als auch qualifiziertes Personal.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die IT-Sicherheit. Je stärker Maschinen miteinander vernetzt sind, desto größer ist die Bedeutung von Schutzmechanismen wie Verschlüsselung, Zugriffskontrollen und differenzierten Rollen- und Rechtemanagementsystemen.

Schlüsseltechnologie für Industrie 4.0

Mit dem Fortschreiten von Industrie 4.0 und dem Industrial Internet of Things wird die Bedeutung interoperabler Systeme weiter steigen. Die Vision autonomer Produktionsanlagen setzt voraus, dass Maschinen ihre Daten jederzeit austauschen und verarbeiten können. Für die Lackiertechnik bedeutet dies: Offene Standards und herstellerübergreifende Schnittstellen werden zunehmend zur strategischen Grundlage moderner Produktionssysteme.

Mehr im Abo: Abonnenten von BESSER LACKIEREN lesen im ausführlichen Artikel in Ausgabe 4/2026 außerdem

  • welche OPC-UA-Companion-Spezifikationen speziell für Lackieranlagen entwickelt werden
  • wie Unternehmen bestehende Lackieranlagen interoperabel nachrüsten können
  • welche Rolle Interoperabilität für Energieeffizienz und Nachhaltigkeit in der Beschichtung spielt.

Zum Netzwerken:
VDMA e.V., Frankfurt am Main, Andreas Faath, Tel. +49 69 6603-1495, andreas.faath@vdma.eu, www.vdma.eu/de/interoperabilitaet

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