Lackierprozess mit KI

Im Lackierprozess ist die Qualitätskontrolle meistens zeitlich und räumlich vom Produktionsprozess getrennt und erfolgt teilweise erst nach dem Einbrennen oder in Form der Endabnahme. AOM-Systems aus Heppenheim geht mit seiner neuen „Smart Spray“-Technologie zwei Schritte weiter und ermöglicht eine echte Inline-Qualitätskontrolle, die auf einen KI-Regelkreis setzt.

Bei diesem System werden die Sprüh-Parameter laufend über einen Sensor überwacht. Grafik: AOM

Die KI senkt die Feedback-Zeit praktisch auf null, was Zeit und Ressourcen schont. Im „Smart Spray“-Prozess werden angelernte Prozess- und Qualitätsdaten in einer Datenbank gespeichert und mittels Standard-Interface bereitgestellt. Das integrierte „SpraySpy“-Gerät überwacht inline den Sprühnebel. Das Messgerät eignet sich aufgrund des geringen Gewichtes für jeden Roboter und soll in Kürze auch für Anwendungen mit Hochrotationszerstäuber erhältlich sein. Die Sprüh-Parameter werden laufend und parallel über den Inline-Spray-Sensor überwacht. Bei einer Abweichung erkennt das System auf Basis der gespeicherten Daten die Fehlerursache und errechnet mittels eines KI-Algorithmus den Regelbefehl für die Anlagensteuerung. Mit diesem System hat die Feedback-Zeit keine Verzögerung mehr und Material- sowie Ressourcenverlust sind eliminiert. Die Vorteile der Inline-Messung machen eine bessere First-run-no-touch-Rate möglich und Wartungskosten sowie Standzeiten der Anlage sinken.

Technologische Highlights: Im Jahr 2022 haben Hersteller von Anlagen und Geräten für die Lackiertechnik viele Innovationen auf den Markt gebracht. Die Redaktion BESSER LACKIEREN hat die Neuentwicklungen herausgesucht und mit dem Schlagwort „Highlights 2022“ gekennzeichnet.

Zum Netzwerken:

AOM Systems GmbH, Heppenheim, Dr. Meiko Hecker, Tel. +49 6252 98090-75, mh@aom-systems.com, www.aom-systems.com

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