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Bewerbungsfrist vom BESSER LACKIEREN Award 2026 verlängert!

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Offene Schnittstellen: Schlüssel zur digitalen Lackiererei

In vielen industriellen Lackierereien stockt die Digitalisierung – nicht wegen fehlender Technik, sondern wegen fehlender Standards. Der BESSER LACKIEREN Leserbeirat fordert nun: Offene Schnittstellen müssen verbindlich geregelt werden, damit Daten endlich fließen.

Symbolgrafik: Zwei Maschinen, die nicht miteinander sprechen können
Es gibt in industriellen Lackieranlagen extrem viele – teils kaum sichtbare – Anlagenkomponenten die idealerweise miteinander kommunizieren sollten. In der Praxis gib es hierbei durchaus einige Probleme. Grafik: KI-generiertes Bild erstellt mit Dall-E

Ideen und Technologien für die Digitalisierung gibt es genug – doch in der Praxis scheitert die Vernetzung vieler Lackierbetriebe an einem unscheinbaren, aber entscheidenden Punkt: der gemeinsamen Sprache der Systeme. Maschinen, Steuerungen und IT-Lösungen kommunizieren oft in proprietären Formaten, die nicht miteinander kompatibel sind. „Ich habe eine SPS-Steuerung, ein BDE-System und eine Maschinendatenerfassung – und jedes System spricht seine eigene Sprache“, beschreibt Maximilian Stoz, Geschäftsführer der Stoz GmbH, das Problem.

Wer die Daten trotzdem nutzen will, etwa für KI-gestützte Prozessanalysen, muss meist externe Spezialisten beauftragen – mit entsprechendem Aufwand und Kosten. Viele Unternehmen schrecken daher vor Digitalisierungsprojekten zurück.

Proprietäre Systeme verhindern Vernetzung

Proprietäre Schnittstellen binden Anwender an einzelne Hersteller. Sie verursachen Datensilos, hohe Integrationskosten und verhindern den Einsatz moderner Technologien wie Predictive Maintenance oder KI-Analytik. „Eigentlich müsste es eine zentrale Regelung für den Datenaustausch geben – wie eine Maschinenrichtlinie“, fordert Stoz.

Offene Standards wie OPC UA, MQTT oder REST API könnten Abhilfe schaffen: Sie ermöglichen herstellerübergreifende Kommunikation ohne teure Adapter oder Sonderlösungen. Eine Steuerung, die OPC UA spricht, kann von jeder OPC-fähigen Software ausgelesen werden – etwa für Energiemonitoring oder Qualitätssicherung.

Appell aus der Praxis: Eine gemeinsame Sprache schaffen

Trotz erster Ansätze, etwa über OPC UA Companion Specifications, bleibt die Realität vieler Lackierbetriebe fragmentiert. Selbst innerhalb einer Lackieranlage hakt der Datenaustausch, wie Oliver Weist von WWO Pulverbeschichtung berichtet. Besonders Retrofit-Projekte zeigen, dass nicht die Hardware das Problem ist – sondern die Integration in bestehende Datenflüsse, die häufig gar nicht existieren.

„Wir sind das Land der Normen – eigentlich müsste es einfach sein, eine gemeinsame Sprache zu entwickeln“, sagt Stoz. Offene Schnittstellen würden nicht nur Kosten senken, sondern auch Skalierbarkeit, Transparenz und Wissenstransfer ermöglichen.

Der Appell der Praxis ist deutlich: „Es darf nicht sein, dass jedes Retrofit-Projekt zur Schnittstellen-Odyssee wird“, so Weist. „Wer den Mut hat, konsequent auf offene Standards zu setzen, schafft die Grundlage für eine wirklich vernetzte Lackierproduktion.“

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  • Welche Standards wie OPC UA oder MQTT heute schon eingesetzt werden
  • Wo der VDMA und andere Verbände bei der Schnittstellenharmonisierung ansetzen
  • Welche Erfahrungen Betriebe mit Retrofit-Projekten in der Praxis gemacht haben

Zum Netzwerken:
BESSER LACKIEREN Redaktion, Hannover, Astrid Günther, Tel. +49 511 9910-323, astrid.guenther@vincentz.net, www.besserlackieren.de

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