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Effiziente Sandstrahltechnik für kleine Werkstücke

Mit dem „Blastman Compact Robot“ erweitert Blastman Robotics sein Portfolio um eine automatisierte Lösung für kleinere Werkstücke und limitierte Platzverhältnisse. Der Hersteller verspricht höhere Prozessstabilität, geringeren Ressourcenverbrauch und mehr Arbeitssicherheit – bei überschaubarem Installationsaufwand.

Dr. Astrid Günther

Produktfoto
Mit dem neuen Strahlroboter können auch geometrisch komplexe Werkstücke effizient gestrahlt werden. Grafik: Blastman

Die Automatisierung in der Oberflächentechnik schreitet weiter voran. Mit dem „Blastman Compact Robot“ adressiert Blastman Robotics gezielt Anwendungen, bei denen klassische Strahlroboter bislang an Platz- oder Wirtschaftlichkeitsgrenzen stießen. Das System ist für kleinere bis mittelgroße Bauteile ausgelegt und lässt sich laut Hersteller ohne zusätzliche Stützstrukturen in bestehende Strahlkabinen integrieren.

Flexibel einsetzbar – auch im Retrofit

Der Roboter ist für Strahldüsen ab 8 mm bei 4 bar ausgelegt, optional sind 16-mm-Düsen mit bis zu 10 bar möglich. Damit deckt das System ein Bauteilspektrum von Motorblöcken und Pumpengehäusen bis hin zu mittelgroßen Komponenten ab. Für größere Werkstücke stehen die Modelle „B10“ und „B20“ zur Verfügung.

Die Zuführung des Strahlmittels erfolgt über konventionelle Strahlkessel und -schläuche. Bestehende manuelle Anlagen können weiter genutzt oder durch Doppelkammer-Strahlkessel ergänzt werden. Ein Retrofit in vorhandene Strahlkammern soll innerhalb weniger Tage realisierbar sein, eine Neuinstallation benötigt laut Anbieter mehrere Wochen. Voraussetzung sind ein 400-V-Drehstromanschluss (max. 7 kW) sowie eine entsprechend dimensionierte Druckluftversorgung.

Durch die Anbindung einer siebten Achse – etwa Drehtisch oder Linearsystem – lässt sich der Roboter flexibel in unterschiedliche Layouts integrieren. Die Kontrolleinheit überwacht neben dem Strahlprozess auch Peripherie wie Ventilation und Strahlmittelaufbereitung. Damit ist eine Einbindung in Industrie-4.0-Umgebungen möglich.

Konstante Qualität bei reduziertem Ressourcenverbrauch

Ein zentrales Argument für den Einsatz ist die Reproduzierbarkeit der Oberflächenbearbeitung. Der Roboter arbeitet dauerhaft mit definiertem Strahlabstand und -winkel und reduziert so Bauteilschwankungen. Mit einer 16-mm-Düse bei maximal 10 bar werden Strahlleistungen von bis zu 90 m²/h erreicht – rund das Sechsfache manueller Prozesse, so der Hersteller.

Gleichzeitig sollen Druckluft- und Strahlmittelverbrauch um etwa 10 bis 20% sinken. Durch die höhere Flächenleistung verkürzen sich zudem die Laufzeiten von Ventilations- und Rückgewinnungssystemen, was die Energiekosten pro Bauteil reduziert. Da der Strahlprozess ohne Beleuchtung auskommt und Strahlmittel wiederverwendet wird, ergibt sich zusätzliches Einsparpotenzial – insbesondere in der Serienfertigung oder im Mehrschichtbetrieb.

Programmierbare Parameter und integrierte Prozessüberwachung erhöhen die Dokumentationsfähigkeit und Prozessstabilität. Das reduziert Nacharbeit und unterstützt eine gleichbleibende Oberflächenqualität.

Auch ergonomisch bietet das System Vorteile: Bediener steuern den Prozess aus sicherer Distanz, das System stoppt automatisch beim Öffnen von Zugängen. Die Simulationssoftware „Blastman Studio“ verfügt über eine Kollisionserkennung und unterstützt verschiedene Programmiermethoden – von Online-Bewegungsaufnahme über Teach-in und Punkt-zu-Punkt-Programmierung bis hin zur Offline-Programmierung mit 3D-Simulation. Eine einwöchige Schulung begleitet die Inbetriebnahme.

Mehr im Abo: Abonnenten von BESSER LACKIEREN erfahren im ausführlichen Artikel in Ausgabe 3/2026 außerdem:

  • Wie sich die Investition in Abhängigkeit von Stückzahlen und Schichtmodellen rechnet
  • Welche Anforderungen an Druckluft- und Strahlmittelmanagement in der Praxis zu beachten sind
  • Wie sich der Roboter konkret in bestehende Industrie-4.0-Strukturen integrieren lässt

Zum Netzwerken:
Blastman Robotics Ltd, Düsseldorf, Heiko Reski, Tel. +49 1573 6603872, heiko.reski@blastman.com, www.blastman.com