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Herausforderung Bürostuhl gemeistert
Die Interstuhl Büromöbel GmbH & Co. KG hat mit einer neuen Lackieranlage die Produktion von Bürostühlen deutlich effizienter gestaltet. Neue Technik vom Lieferanten Dürr lackiert dabei die Innenseiten von Schäumformen automatisiert. Dank der modularen Farbversorgungsstation „EcoSupply2 Core“ und einem 2K-Prozess gesteuert von einer „EcoAUC“ gelingt Interstuhl ein effizienter Lackierprozess mit bis zu fünf Farben.
Die Interstuhl Büromöbel GmbH & Co. KG mit Sitz in Meßstetten zählt zu den führenden Stuhlherstellern Europas und produziert seit über 60 Jahren hochwertige Bürostühle. Für die Fertigung ihrer Industrie- und Laborstühle setzt das Unternehmen nun auf innovative Lackiertechnologie von Dürr.
Funktionales Lacksystem
Dabei kommt die Lackierpistole „EcoGun AS Auto pro“ von Dürr zum Einsatz, die die Innenseite der Schäumform präzise und reproduzierbar beschichtet. Sobald der flüssige PU-Schaum in die Form eingebracht wird, nimmt er den Lack auf und erhält dadurch seine Farbe. „Das eingesetzte Lackmaterial ist besonders – es erfüllt gleich mehrere Funktionen“, erklärt Fabian Schilt, Leiter des europäischen Industrie-Vertriebsteams bei Dürr. „Neben der Farbgebung sorgt es für die notwendige Leitfähigkeit. Da die Stühle unter anderem in Reinräumen und ESD- Bereichen verwendet werden, ist es essenziell, dass keine statische Aufladung entsteht.“
Kompakte Farbversorgung
Im September 2025 unterstützte Dürr den PU-Anlagenspezialist Hennecke bei der Installation von Lackierequipment auf einem vorhandenen Roboter am Interstuhl-Standort in Meßstetten- Tieringen. Sie umfasst einen Lackierroboter mit der neuen Lackierpistole, sechs „EcoSupply2 Core“-Stationen zur Farbversorgung sowie einer Steuereinheit. Aktuell verarbeitet Interstuhl drei Farben – die Anlage ist jedoch bereits für bis zu fünf Farben ausgelegt.
Die Farbversorgungsstation von Dürr ist platzsparend und laut Hersteller einfach zu bedienen. Sie soll sich ideal für industrielle Anwendungen eignen, bei denen auf engem Raum lackiert wird. Bei Interstuhl sind die Systeme zusätzlich mit Pumpen der „EcoPump9“-Serie, Ventilen und Farbwechselblöcken ausgestattet – Komponenten, die das Unternehmen besonders überzeugt haben. Denn das eingesetzte Lackmaterial bringt spezielle Anforderungen und Herausforderungen mit sich: Es lässt sich schwer spülen, härtet schnell aus und neigt dazu, Ventile zu verkleben.
Bereit für den Praxiseinsatz
In umfangreichen Tests im Dürr-Testcenter im tschechischen Ledec nad Sazavou konnte nachgewiesen werden, dass die Dürr-Ventile keinen Totraum aufweisen – es setzt sich kein Material ab, was eine zuverlässige und saubere Verarbeitung sicherstellt. „Schon nach den ersten Demonstrationen der Lackiertechnik waren wir von Dürr überzeugt“, sagt Andreas Kunst von Interstuhl. „Das technische Team stand uns jederzeit zur Seite und hat das Projekt mit viel Know-how und Engagement zum Erfolg geführt.“
Bei Interstuhl kommt nicht nur Nasslack zum Einsatz, Teile der Stühle werden mit Pulverlacken beschichtet. Mehr zu diesem Prozess und den nötigen Eigenschaften des Lackmaterial sind im Artikel „Pulverlacke für die Hightech- Arbeitswelt der Zukunft“ in BESSER LACKIEREN 1/2026, S. 3, beschrieben.
Zum Netzwerken:
Dürr Systems AG, Bietigheim-Bissingen, Carina Lachnit, Tel. +49 7142 78-4899, carina.lachnit@durr.com, www.durr.com