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Bewerbungsfrist vom BESSER LACKIEREN Award 2026 verlängert!
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Lack senkt Temperatur auf Fahrzeugoberflächen
Ein neu entwickelter Lack soll an heißen Tagen die Temperatur auf der Fahrzeugoberfläche und damit auch im Innenraum senken. Dadurch wird die Klimaanlage weniger beansprucht und Energie eingespart. Nissan hat den Lack in einer zwölfmonatigen Machbarkeitsstudie am Flughafen Tokio-Haneda getestet.
Der Lack wurde auf einem Nissan NV100 aufgetragen, der als Servicefahrzeug des Flughafendiensts im Einsatz ist. Mit seinem großen, offenen Rollfeld ist der Flughafen Haneda ideal, um die Leistungsfähigkeit des Lacks in einer anspruchsvollen Umgebung mit hohen Temperaturen unter realen Bedingungen zu testen. Obwohl das Ende der Testphase noch nicht erreicht ist, zeigen die bisherigen Ergebnisse, dass das Fahrzeug mit dem neuen Lack beim Parken in direkter Sonneneinstrahlung eine um bis zu 12 °C niedrigere Außen- und eine um bis zu 5 °C niedrigere Innentemperatur aufweist als ein Fahrzeug mit herkömmlicher Lackierung.
Eingebettetes Nanomaterial
Das in den Lack eingebettete Nanomaterial besteht aus zwei Mikrostrukturteilchen, die auf Licht reagieren. Eines der Teilchen reflektiert die Infrarotstrahlen des Sonnenlichts, die bei herkömmlichen Lacken zu Schwingungen auf molekularer Ebene führen und so Wärme erzeugen. Das andere Teilchen bringt den eigentlichen technologischen Durchbruch: Es erzeugt elektromagnetische Wellen, die der Sonneneinstrahlung entgegenwirken und die Wärmeenergie vom Fahrzeug weg in die Umgebung ableiten. Durch diese Kombination reduzieren die Partikel im Lack die Hitzeübertragung auf Oberflächen wie Fahrzeugdach, Motorhaube, Türen und Verkleidungen.
Die Technologie des Kühlstrahlungslacks ist nicht gänzlich neu, wird in der Regel jedoch eher bei Gebäuden und Strukturen angewandt. Die Farbschicht ist hier oft sehr dick und muss mit einer Farbrolle aufgetragen werden. Da sie keinen klaren Decklack enthält, können bei Berührung kreideähnliche Rückstände zurückbleiben. Die größte Herausforderung bestand darin, einen Lack zu entwickeln, der eine klare Deckschicht enthält, mit einer Lackierpistole aufgetragen werden kann und zusätzlich die strengen Nissan-Standards für Lackqualität erfüllt.
Großes Potenzial
Zurzeit prüft das Forscherteam eine sechsmal dickere Schicht als die eines herkömmlichen Autolacks. Die Tests zeigen, dass der Lack salz- und bruchbeständig ist, sich nicht ablöst, nicht verkratzt und nicht chemisch reagiert und dass er konsistent und reparierbar ist. Die weitere Entwicklung konzentriert sich auf dünnere Varianten, welche die gleiche Kühlleistung bieten. Großes Potenzial sehen die Forscher für die neue Lacktechnologie vor allem im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge wie Lieferwagen, Lkw und Krankenwagen, die einen Großteil des Tages im Einsatz sind.
Zum Netzwerken:
Nissan Deutschland GmbH, Wesseling, Susanne Beyreuther, Tel. +49 171 3069346, susanne.beyreuther@nissan.de, www.nissan.de