Desinfektionsmittel: Medienbeständigkeit absichern

Angesichts aktueller Gegebenheiten hat das Fraunhofer IPA kürzlich die Auswirkungen unterschiedlicher Desinfektionsmittel auf bestehende Lacksysteme untersucht.

Überprüfung mit einem Crockmeter
Das Crockmeter-Verfahren liefert Ergebnisse nah an der Praxis. Foto: Fraunhofer IPA

Untersucht wurden dabei mögliche Auswirkungen von Desinfektionsmitteln auf der Basis von Ethanol und Isopropanol sowie Hypochlorit-Lösungen. Um möglichst praxisnah zu prüfen, haben die Beteiligten gängige Interieur-Beschichtungen für die Untersuchung zur Beständigkeit ausgewählt. Geprüft wurde nach der Bestimmung der Beständigkeit von Fahrzeuginnenraum-Beschichtungen gegenüber mechanischer Belastung mit Einwirkung von Pflegechemikalien (Crockmeter-Verfahren). Dabei wird ein Wollfilz mit dem zu prüfenden Medium getränkt. Anschließend kommt dieses bei der Simulation von Reinigungsverhalten im Fahrzeuginnenraum zum Einsatz. Danach erfolgt die visuelle Beurteilung, ob es zu Veränderungen der Abriebflächen und Verfärbungen des Filzes kommt. Bei einem Lacksystem (Mid-Soft-Laserlack) zeigte sich vor allem bei den alkoholbasierten Desinfektionsmitteln sowohl bei der Abriebspur als auch bei der Verfärbung des Filzes eine deutliche Veränderung. Somit ist Anlass für die Lackindustrie geboten, neue Lösungen zu suchen, wie verschiedene Lacksysteme an die momentanen Gegebenheiten angepasst werden können.

In Ausgabe 18/2021 von BESSER LACKIEREN finden Sie weitere Details zu den Ergebnissen.

Zum Netzwerken:

Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, Stuttgart, Dr. Michael Hilt, Tel. +49 711 970 3820, michael.hilt@ipa.fraunhofer.de,

Evelyn Nemec, Tel. +49 711 970 1795, evelyn.nemec@ipa.fraunhofer.de,

Manh Hung Tran, Tel. +49 711 970 1896, manh-hung.tran@ipa.fraunhofer.de, www.ipa.fraunhofer.de/beschichtung

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