Glanzgradabweichung auf den Grund gehen

Kürzlich hat ein Lackhersteller irrtümlicherweise Glanzgradabweichungen bei einem Kunden auf zu geringe Zugabe der Härterkomponente zurückgeführt.

Zwei lackierte Probebleche mit unterschiedlichen Glanzgraden
Unterschiede im Glanzgrad sind ärgerlich Foto: DFO

Bei einem Beschichter von Kunststoffbauteilen kommt ein wasserbasiertes 2K-Polyurethan-Lacksystem zum Einsatz. In der Vergangenheit kam es bei diesem Lacksystem regelmäßig zu chargenabhängigen Abweichungen im Glanzgrad der Beschichtung. Der Lackhersteller hat empfohlen, die Zugabe der isocyanatbasierten Härterkomponente zu erhöhen. Grund der Empfehlung war die Untersuchung von vor Ort ausgeliterten, also direkt aus der Farbdüse am Zerstäuber aufgefangenen, bereits vorgemischten Proben. Der Beschichter bezweifelte allerdings die Ergebnisse. Die Ursache für den Irrtum lag in der Prüfmethodik des Lackherstellers. Dieser bestimmte den Härtergehalt in der ausgeliterten Lackprobe mittels IR-spektroskopischer Untersuchungen an den ausgehärteten Beschichtungen. Untersuchungen der DFO ergaben, dass mit dieser Prüfmethode (bei diesem Lacksystem) keine zuverlässige Aussage über den Härtergehalt gemacht werden konnte.

In Ausgabe 8/2022 von BESSER LACKIEREN erfahren Sie, welche Schwierigkeiten diese Methode mit sich bringt und wie sich daraus ein falscher Rat des Herstellers ergeben hat.

Zum Netzwerken:

Deutsche Forschungsgesellschaft für Oberflächenbehandlung e.V., Neuss, David Hoffmann, Tel. +49 2131 40811-12, hoffmann@dfo-online.de, www.dfo-online.de

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