Realistischere Prüfmethoden

Bei den Prüfungen der Oberflächenqualität zeichnet sich ein Trend zu komplexeren und kombinierten Testmethoden ab. Hintergrund ist die Forderung nach realistischeren Prüfverfahren.

Blick in einen geöffneten Klimaprüfschrank
Im Labor führen die Mitarbeitenden vermehrt Kombinationen aus Korrosions- Foto: IFO

Ein Beispiel für die Entwicklung, weg von simplen Tests wie z.B. Salzsprühnebelprüfungen hin zu anspruchsvolleren Qualitätstests, findet sich beim VDA-Wechseltest. Der Klassiker VDA 621-415 bzw. DIN EN ISO 11997-1 Zyklus B bestand bereits in den 1980er-Jahren aus einer Kombination von Salzsprühnebelprüfung und Kondenswasser-Wechselklimaprüfung. Im Vergleich hierzu wurde bei VDA 233-102 im Wesentlichen auch eine Tieftemperaturphase bei -15 °C eingeführt. Gerade bei den Anforderungen von OEMs und mehr noch im Fall von Erstzulassungen werden entsprechend anspruchsvolle Prüfprogramme gefordert. Hintergrund ist die Wechselwirkung der verschiedenen Einflussfaktoren wie Temperatur, Feuchtigkeit und korrosive Medien. Beim VDA 233-102 kann beispielsweise die Feuchtigkeit zu einer Wasseraufnahme des Lacks führen, welche die Beständigkeit des Lacks gegen extreme Temperaturen nach sich zieht. Hierdurch können sich kleinste Risse bilden, die wiederum negative Folgen für Korrosionsschutz und Haftfestigkeit nach sich ziehen.

Hinweise dazu, wann komplexere Prüfmethoden angebracht sind, lesen Sie in BESSER LACKIEREN 11/2022.

Zum Netzwerken:

IFO Institut für Oberflächentechnik GmbH, Schwäbisch Gmünd, Timo Pott, Tel. +49 7171 10407-46, timo.pott@ifo-gmbh.de, www.ifo-gmbh.de

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