Dem Lack beim Trocknen zuschauen

Optische Kontrollen der Lackoberfläche finden in der Regel nach dem Trocknungsprozess statt. PhoenixTM bietet Lösungen für die Messung und Überwachung der Ofentemperatur an und hat jetzt sein bestehendes System zur In-Prozess-Temperaturüberwachung in Lacktrocknern um ein neues optisches Überwachungssystem erweitert.

Die Kamera fährt in einem hitzebeständigen Behälter durch den Trocknungsprozess. Foto: PhoenixTM

Die Kamera fährt in einem hitzebeständigen Behälter durch den Trocknungsprozess. Foto: PhoenixTM

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„Der Initiator des Systems war ein großer deutscher Automobil-Hersteller“, erklärt Geschäftsführer Michael Taake. „Ursache waren Läufer in der KTL-Beschichtung und die Lackiererei wollte wissen, wo nach dem KTL-Bad noch Lack aus den Karossen tropft.“ Das „Optic System“ dient dem Anwender zur Betrachtung des Ofeninnenraums sowie des Produkts unter Produktionsbedingungen. Es fährt wie das Temperaturmess-System mit den Werkstücken durch den Trocknungsprozess, nimmt diesen während des Ofendurchlaufs auf und bietet so ein komplettes Bild der Lacktrocknung.

Die Ursachen von Lacknasen und -tropfen sowie anderen brennspezifischen Qualitätsproblemen sind bekannt. So erzeugen zum Beispiel Ventilatoren oder Brenner Luftströme, die den noch feuchten Lack oder das geschmolzene Pulver aufschieben können. Es ist aber nicht immer leicht, herauszufinden, wo und wann diese im Trockner entstehen. Das optische System macht dies nun möglich, denn eine Kamera fährt zusammen mit dem Temperaturaufzeichnungs-System durch den Ofen und nimmt an den relevanten Stellen auf, was mit dem Lack passiert. So können die Probleme erkannt und behoben werden, ohne die Produktion unterbrechen zu müssen. Ein weiterer Vorteil: Auch Ofenrevisionen sind so besser steuerbar. Die aufgezeichneten Videos geben weiterhin Aufschluss darüber, ob es z.B. an der Ofenverkleidung, dem Isolationsmaterial oder den Gestellen Abnutzungen oder Verschleiß gibt. Auch defekte Ventilatoren oder Heizelemente können erkannt werden, ebenso Ablagerungen und Schmutz. So weiß der Anwender jederzeit, in welchem Zustand sich der Trockner befindet, und ob Wartungen oder Reparaturen nötig sind.

Die Herausforderung an das optische System bestand im Wesentlichen darin, es vor der Hitze zu schützen und gleichzeitig eine Durchsicht für die Kamera und die Lichtquelle zu erhalten. Die dafür notwendigen Ausschnitte in dem Hitzeschutzbehälter hat PhoenixTM mit einem hitzebeständigen Glas verschlossen. Es ist so ausgelegt, dass den herrschenden Temperaturen widersteht und das Kamerabild nicht stört. Mit einer leistungsstarken 4K-HD-Videokamera und einer 1000 Lumen Leuchte werden detaillierte Videos aufgezeichnet, so dass auch kleinste Probleme und Fehler erkannt werden können.

Zusammen mit einer Temperatur-Profil Messung entsteht so ein umfassendes Bild des Trocknungsprozesses und der Ofenanlage. Mit diesen Daten kann der Anwender sicherstellen, dass die Produktion einwandfrei funktioniert und so eine gleichbleibende Produktqualität und Effizienz der Anlage gewährleisten.

Zum Netzwerken:
PhoenixTM GmbH, Bad Oeynhausen, Michael Taake, Tel. +49 5731 30028-16, michael.taake@phoenixtm.de, www.phoenixtm.de

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