Filiformkorrosionsprüfung

Die Ergebnisse von Korrosionsprüfungen sind nicht nur von den zu prüfenden Systemen, sondern auch von der Durchführung der Prüfung abhängig. Was, wenn diese aufgrund uneinheitlicher Prüfbedingungen schwanken? Unterschiede zwischen verschiedenen Beschichtungssystemen lassen sich dann kaum feststellen.

Filiformkorrosion an beschichteter Aluminiumprobe. Foto: Fraunhofer IFAM. -

Dr. Malte Burchardt vom Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM erklärt: „In den Prüfvorschriften sind oft breite Fenster für die Variation von Präparations- und Prüfparametern  zugelassen (z.B. Luftfeuchtigkeit, Temperatur). Dadurch entsteht natürlich auch eine „Aussageunschärfe“ der Prüfergebnisse. Diese ist jedoch für die Einhaltung aktuell geforderter Qualitätskriterien innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette Rohstofflieferant – Lackformulierer – Beschichter – Anwender“ oft nicht akzeptabel.

Um Empfehlungen herzuleiten, mit denen reproduzierbare, vergleichbare und differenzierbare Ergebnisse erhalten werden können, untersuchen Wissenschaftler zusammen mit Projektpartnern aus der Industrie, wieso es bei der Durchführung von Korrosionsschutzprüfungen zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen kann. Ziel ist es, die Wirkung unterschiedlicher Einflussfaktoren bei der Filiformkorrosionsprüfung zu bewerten und daraus ein fundierteres und belastbares  Prüfkonzept abzuleiten. Erste aussagekräftige Ergebnisse erwarten die Forscher dieses Jahr.

Das Projekt hat eine Laufzeit bis zum 30.06.2019 und wird über die AiF im Rahmen des Programmes zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Zum Netzwerken:
Fraunhofer IFAM, Bremen, Dr. Malte Burchardt, Tel.: +49 421 2246-498, malte.burchardt@ifam.fraunhofer.de, www.ifam.fraunhofer.de

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