Technik Produkte Umwelttechnik

Bewerbungsfrist vom BESSER LACKIEREN Award 2026 verlängert!

Sie sind Lohn- oder Inhouse-Lackierer? Dann haben Sie sich sicherlich bereits für den BESSER LACKIEREN Award 2026  beworben. Wenn dem nicht so ist, dann können Sie dies noch bis zum 22. Juni 2026 tun. Wir haben die Einreichungsfrist verlängert! Vergleichen Sie sich mit anderen Unternehmen der Lackierbranche und profitieren Sie vom Prestige-Gewinn sowie dem Besuch der Fachjury.
➡️ Jetzt teilnehmen!

Alternativen Energieträger nutzen

Die BMW Group treibt die Dekarbonisierung ihrer Lackierereien voran. Ein Pilotprojekt im Werk Regensburg zeigt nun, wie der Umstieg auf erneuerbare Energien dank eines neuen Thermalöl-Systems schneller und flexibler gelingen kann – bei zugleich deutlich geringerem Energieverbrauch.

Blick in den Produktionsbereich
Flexible Nutzung von Energiequellen für Wärmeerzeugung: BMW Group Werk Regensburg pilotiert Thermalöl-System für die Energieversorgung in der Lackiererei. Foto: BMW

Im Rahmen des Pilotprojekts hat BMW eine konventionell gasbeheizte Trocknungsanlage durch ein elektrisch beheiztes Thermalöl-System ersetzt. Der entscheidende Vorteil: Thermalöl erlaubt es, die Wärmeerzeugung vollständig von der eigentlichen Lackieranlage zu trennen. Damit können Betreiber die Energiequelle flexibel wählen – von Strom über Geothermie und Solarthermie bis hin zu wasserstoffbasierten Lösungen.

Wie Projektleiter Samuel Flieger erläutert, erhöht diese Flexibilität die Resilienz der Lackiererei: Fällt ein Energieträger aus oder wird knapp, lässt sich kurzfristig umstellen. Gleichzeitig können Lackieranlagen schon heute auf einen späteren Betrieb mit erneuerbaren Energien vorbereitet werden, selbst wenn die Stromnetze aktuell noch nicht die volle Anschlussleistung für komplett elektrifizierte Trocknungsprozesse bereitstellen.

Deutliche Effizienzgewinne im Pilotbetrieb

Während einer Produktionspause über den Jahreswechsel wurde die Trocknungsanlage der Decklacklinie umgerüstet. Neben dem neuen Heizaggregat kam auch eine elektrisch betriebene eRTO-Abluftreinigung zum Einsatz. Die Wärme wird nun zunächst in ein zirkulierendes Wärmeträgeröl übertragen, das mehrere hundert Grad Celsius erreichen kann, ohne seine Stabilität zu verlieren. Erst im zweiten Schritt wird über Wärmetauscher die Prozessluft im Trocknungsraum erhitzt.

Ein wesentlicher Effekt ist die verbesserte Nutzung von Abwärme: Überall im Prozess zurückgewonnen, sinkt die Temperatur der Abluft deutlich. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Der Energieverbrauch der Anlage wurde um rund 40% reduziert, was einer jährlichen Einsparung von etwa 480 Tonnen CO₂e entspricht.

Mehr im Abo: Abonnenten von BESSER LACKIEREN lesen im ausführlichen Artikel:

  • Wie BMW die Thermalöl-Technik in bestehende Anlagenkonzepte integriert
  • Welche Rolle die neue eRTO-Abluftreinigung für Effizienz und Emissionsreduzierung spielt
  • Welche Schritte BMW plant, um weitere Lackierereien zu elektrifizieren

Zum Netzwerken:
BMW Group Werk Regensburg, Saskia Graser, Mobil: +49 151 6060 2014, saskia.graser@bmw.de, www.bmw.de

Hersteller zu diesem Thema: