Marktgeschehen Unternehmensmeldungen

Bewerbungsfrist vom BESSER LACKIEREN Award 2026 verlängert!

Sie sind Lohn- oder Inhouse-Lackierer? Dann haben Sie sich sicherlich bereits für den BESSER LACKIEREN Award 2026  beworben. Wenn dem nicht so ist, dann können Sie dies noch bis zum 22. Juni 2026 tun. Wir haben die Einreichungsfrist verlängert! Vergleichen Sie sich mit anderen Unternehmen der Lackierbranche und profitieren Sie vom Prestige-Gewinn sowie dem Besuch der Fachjury.
➡️ Jetzt teilnehmen!

BESSER LACKIEREN Award 2025 verliehen

Die Beschichtungssystem- und Lackiertechnik spielt als Querschnittstechnologie in praktisch allen Bereichen der Industrieproduktion und der Herstellung von Konsumgütern eine entscheidende Rolle. Um die besten Strategien und effizientesten Konzepte in der industriellen Lackiertechnik zu ermitteln, haben BESSER LACKIEREN und das Fraunhofer IPA den Wettbewerb um den BESSER LACKIEREN Award ins Leben gerufen. Jetzt sind die besten Lackierbetriebe mit dem BESSER LACKIEREN Award 2025 ausgezeichnet worden.

Gruppenfoto der Preisträger
Die Preisverleihung des BESSER LACKIEREN AWARDS fand als hybride Veranstaltung am 11. Dezember 2025 am Fraunhofer IPA in Stuttgart statt. Foto: Redaktion/Jochen Kratschmer

Die nominierten Unternehmen hatten zuvor das anspruchsvolle Auswahlverfahren der BESSER LACKIEREN Award-Jury durchlaufen. Bereits zum dreizehnten Mal hat die hochkarätige Jury aus Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Politik Spitzenleistungen lackierender Unternehmen ausgezeichnet, die unter ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten produzieren und lackieren. Mit dem Award zeichnet die Jury die besten und innovativsten Inhouse-Lackierer und Lohnbeschichter aus. Die Preise werden in sechs Kategorien vergeben.

Kategorie Lohnbeschichter mit weniger als 50 Mitarbeitern

In der Kategorie „Lohnbeschichter unter 50 Mitarbeiter“ zeichnete die Jury Kurt Schweitzer Industrielackierungen GmbH und die Wolfmair Beschichtungs GmbH aus.

Die Kurt Schweitzer Industrielackierungen GmbH mit Sitz in Solms-Burgsolms ist ein traditionsreicher Familienbetrieb, der seit 1966 für höchste Qualität in der Oberflächenbeschichtung steht. Das Unternehmen hat sich auf anspruchsvolle Industrielackierungen von Metall- und Kunststoffteilen spezialisiert – von Prototypen über Kleinserien bis hin zu Großaufträgen. Mit modernster Technik, fundiertem Lackier-Know-how und fast 60 Jahren Erfahrung überzeugt Schweitzer Kunden aus der Automobil-, Luftfahrt-, Optik- und Medizintechnikbranche. Ergänzt wird das Leistungsspektrum durch Montage, Druckverfahren und Baugruppenservice.

„Mit der Kurt Schweitzer Industrielackierungen GmbH ehren wir ein Unternehmen, das den Geist des Mittelstands verkörpert: traditionsbewusst und zukunftsorientiert, präzise und zugleich innovativ. Ein Unternehmen, das in seiner Nische Maßstäbe setzt – und eindrucksvoll zeigt, wie aus Beständigkeit Fortschritt entstehen kann“, sagte Marko Schmidt in seiner Laudatio.

Die Wolfmair Beschichtungs GmbH aus Goldwörth in Oberösterreich gehört zu den führenden Lohnbeschichtern. Seit vielen Jahren steht das Familienunternehmen für höchste Qualität und Effizienz in der Pulverbeschichtung – von Fassadenelementen über Gartenmöbel bis hin zu Komponenten für Kreuzfahrtschiffe. Durch konsequente Digitalisierung, moderne ERP- und BDE-Systeme sowie den Einsatz von Niedrigtemperatur-Pulverlacken steigert Wolfmair stetig die eigene Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Rund 17 engagierte Mitarbeitende sichern mit Erfahrung, Präzision und Leidenschaft den Erfolg des Unternehmens.

„Es gibt Unternehmen, die Innovation leben: im Denken, im Handeln, im täglichen Tun. Die Wolfmair Beschichtungs GmbH gehört zweifellos dazu. Der Betrieb zeigt mit Leidenschaft und Konsequenz, wie Lohnbeschichtung auf höchstem Niveau gelingt – technisch präzise, ressourcenschonend, strategisch klar und getragen von einem beeindruckenden Teamgeist. In den vergangenen Jahren hat der Betrieb beeindruckende technologische und organisatorische Veränderungen umgesetzt“, bringt es Laudator Marko Schmidt auf den Punkt.

Kategorie Lohnbeschichter mit 50 bis 100 Mitarbeitern

In der Kategorie „Lohnbeschichter mit 50 bis 100 Mitarbeitern“ erhielt die Ott GmbH den BESSER LACKIEREN Award 2025. Das Unternehmen mit Sitz in Öpfingen bei Ehingen verbindet über 160 Jahre Lackiertradition mit modernster Technik. Aus einem Handwerksbetrieb, der einst Kutschen vergoldete, ist ein führendes Lackierzentrum für Großfahrzeuge und Baumaschinen entstanden. Im neuen XXL-Lackierzentrum werden Krane, Lkw, Busse und Industriebaugruppen in bis zu 22 m hohen Hallen bearbeitet – energieeffizient und nach höchsten Qualitätsstandards. Moderne Anlagen, erfahrene Fachkräfte und umweltgerechte Prozesse machen Ott zum verlässlichen Partner der Industrie und sichern exzellente Ergebnisse in jeder Dimension.

„Ein Beschichtungsbetrieb, der Ressourcen schont, Energie effizient nutzt, Großbauteile zuverlässig beschichtet und damit seit vielen Jahrzehnten Maßstäbe im Spannungsfeld zwischen Tradition und Wandel setzt“, betont Laudator Dirk Michels die Preiswürdigkeit des Lohnbeschichters.

Kategorie Lohnbeschichter mit mehr als 100 Mitarbeitern

Den Preis in der Kategorie „Lohnbeschichter mit mehr als 100 Mitarbeitern“ erhielt die BixLackierungenGmbH mit Sitz in Meßkirch. Das Unternehmen zählt zu den technologisch führenden Systemanbietern für industrielle Oberflächenbeschichtung. An zwei hochmodernen Standorten mit über 30.000 m² Produktionsfläche realisieren rund 300 Mitarbeiter automatisierte Prozesse auf Premium‑Niveau. 17 Roboterlackieranlagen ermöglichen die Beschichtung verschiedenster Materialien – von Metall über Kunststoff bis Glas und Hybridteile. Mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz setzt Bix auf ressourcenschonende Verfahren, Photovoltaik und chromfreie Technologien. Als IATF‑zertifizierter Lieferant bietet das Unternehmen von der Vorbehandlung über Lackierung und Veredelung bis zur Montage komplette Lösungen.

„Die Bix Lackierungen GmbH ist technologisch führend, strategisch klar ausgerichtet und ökologisch wie organisatorisch vorbildlich aufgestellt. Das Unternehmen vereint höchste technische Kompetenz, nachhaltiges Handeln und industrielle Skalierbarkeit – und positioniert sich damit als eine der zentralen Referenzadressen für innovative Beschichtungstechnologien in Europa“, fasst es Laudator Dr. Michael Hilt zusammen.

Kategorie Inhousebeschichter mit weniger als 50 Mitarbeitern

In der Kategorie „Inhousebeschichter mit weniger als 50 Mitarbeitern“ zeichnete die Jury die KTX GmbH aus dem bayrischen Weißenburg aus. Das Unternehmen ist auf die Herstellung von Interieur- und Exterieur-Kunststoffbauteilen spezialisiert. Diese Bauteile sind oftmals mit High-End-Oberflächen veredelt und bei namhaften Automobilherstellern und deren Zulieferern im Serieneinsatz. Das Unternehmen bietet von der Artikelentwicklung bis zur Endmontage alles aus einer Hand.

Juror Dirk Michels über den Preisträger: „Kein „Hätte“, „Würde“, „Könnte“, „Täte“. Stattdessen: Anpacken und machen! Täglich werden beim Preisträger Teile für Interieur und Exterieur auf zwei Flachbettlackieranlagen beschichtet. Knapp 50 Mitarbeiter sorgen dafür, dass die mit Chromlacken, schwarz oder auch schwarz hochglänzend beschichteten Bauteile das Werk mit High-End-Oberflächen zu den OEMs in der Automobilindustrie verlassen.“

Kategorie Inhousebeschichter mit 50 bis 150 Mitarbeitern

In der Kategorie „Inhousebeschichter mit 50 bis 150 Mitarbeitern“ ging der Preis an die Grammer Deutschland GmbH. Der Hersteller ist spezialisiert auf Nutzfahrzeug-Fahrersitzsysteme für Traktoren, Baumaschinen und Stapler und weitere Offroad-Fahrzeuge sowie auf die Pkw-Innenausstattung. Die Inhouse-Lackiererei ist eng mit der Vorfertigung und Montage verzahnt. Die Anlage kombiniert KTL- und Pulverbeschichtung in einem durchgängigen Prozess und versorgt sowohl die lokale Sitzmontage als auch internationale Werke. Im Fokus stehen funktioneller Korrosionsschutz, hohe Fertigungstiefe und ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess nach der Kaizen-Prinzipien.

„Herausragende Prozesse, starke Ergebnisse – und Menschen, die den Unterschied machen: Grammer steht für exzellente Prozessbeherrschung, überzeugende Benchmark-Ergebnisse auch in den vergangenen Jahren sowie eine gelebte Kaizen-Kultur. Hohe Fertigungstiefe und Effizienz sind dabei ebenso entscheidend wie Teamgeist und Verantwortungsbewusstsein. Dieser Preis ist kein Abschluss, sondern der Anfang einer Zukunft, die wir gemeinsam gestalten“, so Juror Harald Sommer.

Kategorie Inhousebeschichter mit über 150 Mitarbeitern

In der Kategorie „Inhouse-Beschichter über 150 Mitarbeiter“ zeichnete die Jury die Audi AG aus. Der Automobilhersteller treibt in Ingolstadt die Transformation seines Stammwerks voran. Im Fokus steht die Restrukturierung der Lackiererei N56 – ein Investitionsprojekt von rund 180 Mio. Euro. Ziel ist es, Energieverbrauch und Emissionen deutlich zu senken: Durch neue Umluft- und Abluftsysteme, den Einsatz regenerativer Nachverbrennung sowie alternative Energieträger können Erdgasverbrauch und CO₂-Ausstoß um über 90% reduziert werden. Ab 2026 sollen so jährlich rund 44.000 MWh Energie eingespart werden, was ca. 4,9 Mio. Euro entspricht. Mit diesen Maßnahmen unterstützt Audi die Mission Zero und festigt Ingolstadt als Leitwerk für nachhaltige Premiumproduktion.

„Die Lackiererei in Ingolstadt gilt als eine der technologisch fortschrittlichsten Fahrzeuglackieranlagen Europas. Sie vereint hohe Automatisierungsgrade, konsequente Qualitätsüberwachung, hohe Wirtschaftlichkeit, zukunftsorientierte Digitalisierung und eine stark ausgeprägte Nachhaltigkeitsstrategie. Sie ist damit auch ein Benchmark der europäischen OEM Lackiertechnik“, sagt Juror Dr. Matthias Harsch.

Start des Benchmark-Wettbewerbs 2026 für industrielle Lackierprozesse

Ab dem 1. Januar 2026 haben Lohnbeschichter und Inhouse-Lackierereien der Industrie wieder die Möglichkeit, am Benchmark-Wettbewerb teilzunehmen. Teilnehmende Unternehmen überprüfen auf diesem Wege ihre Fähigkeiten und Abläufe, erhalten ein fundiertes Feedback und vielleicht auch einen der sechs Awards. Der Wettbewerb um den BESSER LACKIEREN Award 2026 ermöglicht Ihnen eine Standortbestimmung Ihres Lackierbetriebs im Vergleich zu Mitbewerbern. Prüfen auch Sie Ihr Innovationspotenzial und Ihre Optionen für eine nachhaltige Produktion.

Zum Netzwerken:
Vincentz Network, Marko Schmidt, Hannover, Tel. +49 511 9910-321, marko.schmidt@vincentz.net, www.besserlackieren.de