Technologien Vorbehandeln-Entlacken
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Wenn die Verzinkung bricht
Eine Schadensanalyse der DFO zeigt: Eine zu dicke galvanische Verzinkung kann die Haftfestigkeit einer nachfolgenden KTL-Beschichtung massiv beeinträchtigen. Die Ursache lag nicht im Lackaufbau, sondern in der Zinkschicht selbst.
Bei galvanisch verzinkten Bauteilen kam es zu großflächigen Ablösungen der KTL-Beschichtung. Die DFO untersuchte deshalb die Bruchflächen und fertigte ergänzend REM/EDX-Analysen sowie Querschliffe an. Auf beiden Seiten der Bruchfläche ließ sich Zink nachweisen. Damit war klar: Die Beschichtung hatte nicht an der Grenzfläche zum Substrat versagt, sondern die Zinkschicht selbst war gebrochen.
Zu dick, zu spröde, zu rissanfällig
Die Querschnittsuntersuchungen brachten die entscheidende Auffälligkeit ans Licht. Während galvanische Verzinkungen üblicherweise bis etwa 25 µm dick sind, wurden bei den untersuchten Bauteilen bereits im Bereich intakter Beschichtung mehr als 100 µm gemessen. Im Übergangsbereich zur Delamination waren es sogar über 120 µm. Dort zeigte sich bereits ein Riss nahe dem Substrat.
Die Analyse deutet damit auf eine überhöhte Schichtdicke der Verzinkung als Ursache des Haftfestigkeitsverlusts hin. Wie bei anderen Beschichtungen kann eine zu hohe Schichtdicke die Zinkschicht spröder und damit anfälliger für Rissbildung machen. Für eine dauerhafte KTL-Haftung sollte deshalb nicht allein die Lackierung, sondern auch der vorgelagerte Verzinkungsprozess betrachtet und kontrolliert werden.
Sie wollen mehr wissen? Abonnenten von BESSER LACKIEREN erfahren im ausführlichen Artikel in Ausgabe 13/2026 weiterhin:
- wie die DFO die Bruchflächen und Querschliffe analysiert hat,
- woran sich die Bruchebene innerhalb der Zinkschicht erkennen ließ und
- welche Schichtdicken bei galvanischen Verzinkungen üblich sind.
Zum Netzwerken:
DFO – Deutsche Forschungsgesellschaft für Oberflächenbehandlung e. V., Neuss, Lea Drückes, Tel. +49 2131 40811-28, druekes@dfo-online.de, www.dfo-online.de